Hormersdorf

Das Wappen von 1995 hat folgende genehmigte Beschreibung:
"In Grün schrägkreuzweise miteinander verschränkt ein schräglinker silberner Strumpf, ein schrägrechter goldener Rechen, eine schräglinke goldene Haferrispe und eine schrägrechte goldene Getriedeähre."
(Quelle: http://www.hormersdorf.de)

"Die Entstehung von Hormersdorf ist verbunden mit der Besiedelung des Erzgebirges und seines Vorlandes vor ca. 850 Jahren.

Der Name Hormersdorf ist erstmalig in einer Urkunde von 1146 genannt. Die ersten Siedler kamen aus Franken. Angesiedelt wurden damals 26 Familien.

Das Dorf war im 13 Jahrhundert der Herrschaft Stollberg unterstellt.

Das dortige Adelsgeschlecht bekam auch die Herrschaftsrechte übertragen.

Wenn auch die Abhänigkeit der Dorfbewohner in Grenzen blieb, entwickelte sich doch eine Verbindung, die in steuerlichen und persönlichen Leistungen an die Stollberger Herrn zum Ausdruck kam. Erwähnenswert ist hierfür, daß Hormersdorfer Bauern für 1500 Schafe, die im Schloß Stollberg gehalten wurden, das Heu liefern mußten.

Um 1500 waren 11 Handfröner und 19 Pferde im Dorf angesiedelt.

Das zur Kirche Hormersdorf angegliederte Günsdorf (heute Ortsteil der Stadt Zwönitz) gehörte zum Herrschaftsbereich des Klosters Grünhain und mußte Frondienste und Abgaben an das Koster leisten.

Hormersdorf litt sehr im Dreißigjährigen Krieg. Im Ort hausten vor allem die Schweden.

Die Spitzenklöppelkunst, die in Hormersdorf sehr ausgebreitet gewesen ist, entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert.

Ein wichtiger Erwerbszweig war auch einst der Bergbau. Das Schüfen nach Erz durfte aber nicht lohnend gewesen sein, so daß diese Tätigkeit rasch eingestellt wurde.

Wichtiger für die Weiterentwicklung des Ortes war die Strumpfwirkerei, von der erstmalig 1770 berichtet wurde. Mit dem Ausbau der Industrie verbesserten sich die Verkehrsverhältnisse. Am 3.Oktober 1911 bekam die Gemeinde eine Anbindung an das Eisenbahnnetz (Meinersdorf-Thum-Schönfeld-Wiesa).

Im 2. Weltkrieg wurde Hormersdorf mehrfach Opfer des alliierten Luftkrieges. Obwohl keine Menschenleben zu beklagen waren, gab es hohen materiellen Schaden.

In den Jahren 1946/47 vollzog sich im Dorf die Bodenreform. Durch die Verteilung von Land aus dem Rittergut Niederzwönitz erhielten bei der Aufteilung des großen Waldbesitzes 16 einzelbäuerliche Betriebe in Hormersdorf, die keinen Wald besaßen, 32 ha von diesem Bodenreformwald zur eigenen Bewirtschaftung. Der Prozeß des genossenschaftlichen Zusammenschlusses begann im Frühjahr 1959 und war im April 1960 abgeschlossen.

(Auszug aus dem örtlichen Entwicklungskonzept,

Verfasser Büro für Kommunal- und Landschaftsplanung, Chemnitz)

 

Das Krieger-Ehrenmal in Hormersdorf zu Ehren der Gefallenen im Ersten Weltkrieg auf dem Huthübel

(Auf dem Denkmal)
1914
Brüder in Trauer erstarkt
Reichet Euch einig die Hand

1918
Horch es rauscht in den Eichen
die Totenklage der Heimat

Das Denkmal ist von der Straße zwischen Dorfchemnitz, Günsdorf nach Hormersdorf linker Hand sehr gut zu sehen. Ein mystischer Ort. Auf den Stelen sind auf Tafeln die Namen der Gefallenen aufgelistet. Ebenso aber auch im Gedenkbuch. Unter vielen anderen sind hier zwei Namen verewigt:

(Im Gedenkbuch)
“... den Heldentod starben ferner die Brüder:..”:

GÖDEL

Karl

25.09.1915

Frankreich

GÖDEL

Oskar

10.05.1918

Frankreich

Quelle: http://www.denkmalprojekt.org, Information und Fotos: Lars Brunner